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Die aktuellsten News von Steuertipps.de.
  1. Immer wieder unterschreiben Arbeitnehmer einen Aufhebungsvertrag, um einer drohenden Kündigung zu entgehen. Vielfach gehen die Betroffenen davon aus, dass sie – ohne den Makel der Kündigung – bei der Jobsuche bessere Chancen haben. Finden sie dann doch nicht zeitnah eine Anschlussbeschäftigung und müssen Arbeitslosengeld beantragen, so erleben sie eine böse Überraschung, denn die Arbeitsagentur belegt sie mit einer meist 12-wöchigen Sperrzeit, in der es kein Arbeitslosengeld gibt.
  2. Vergebliche Prozesskosten können bei der Erbschaftsteuer abgezogen werden, entschied der BFH in einem aktuell veröffentlichten Urteil. Konkret ging es um die Kosten eines Zivilprozesses, in dem ein Erbe vermeintliche zum Nachlass gehörende Ansprüche des Erblassers geltend gemacht hat.
  3. Viele Vereine erhalten demnächst die Aufforderung, bis zum 31.7.2020 ihre Steuererklärungen einzureichen. Darauf weist das Landesamt für Steuern Rheinland-Pfalz hin. Von Corona betroffene Vereine können eine Fristverlängerung beantragen.
  4. Selbstständige, die wegen der Coronakrise unverschuldet in Finanznot geraten und deswegen von der Insolvenz bedroht sind, können einen Zuschuss beantragen, der nicht zurückgezahlt werden muss. Dieser Antrag kann nur noch bis Ende des Monats gestellt werden!
  5. Das FG Niedersachsen hat sich mit der Übertragung des Freibetrags für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag) und der Frage der Bestimmung der Wesentlichkeitsgrenze in zeitlicher Hinsicht auseinandergesetzt. Das Urteil dürfte für viele Eltern interessant sein.
  6. Wer ein Haus erst mit hohen Verlusten an die Kinder vermietet und diesen dann schon bald schenkt, war schlecht beraten. Denn so werden die Verluste aus der Vermietung nicht anerkannt!
  7. Erhalten Sie eine Ausgleichszahlung dafür, dass Sie auf den künftigen Pflichtteilsanspruch zum Beispiel gegenüber Ihren Eltern verzichten, ist diese Zahlung einkommensteuerfrei. Sie unterliegt allenfalls der Erbschaftsteuer, sofern die Freibeträge überschritten werden.
  8. Ein beispielhaftes Verhalten – das fällt wohl vielen Menschen zum folgenden Fall ein: Eine Tochter gibt ihren Job auf, um ihre knapp 1.000 km entfernt lebende Mutter pflegen zu können. Dennoch wurde die Tochter von der Arbeitsagentur mit einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld belegt. Das Sozialgericht Karlsruhe befand das für korrekt, zeigte in seinem Urteil vom 28.6.2019 allerdings gleichzeitig genau auf, wie die Tochter die Sperre der Versicherungsleistung hätte verhindern können (Az. 11 AL 1152/19, rechtskräftig).
  9. Die genaue Berechnung des Wohngelds ist sogar für manche Experten ein Buch mit sieben Siegeln. Mitunter sind Wohngeld-Entscheidungen für Betroffene wenig plausibel. In solchen Fällen kann es zunächst helfen, die örtliche Wohngeldstelle um Aufklärung über die Berechnung des Wohngelds und die Gründe für die Ablehnung des Leistungsantrags zu bitten. Ist ein Wohngeldbescheid nicht plausibel, kann man hiergegen Rechtsmittel einlegen. Klagt man gegen einen Wohngeldbescheid, dürfen neuerdings keine Gerichtskosten mehr erhoben werden, entschied das Bundesverwaltungsgericht am 23.4.2019 und gab damit seine bisherige Rechtsprechung auf (Az. 5 C 2.18).
  10. Den Rabattfreibetrag von bis zu 1.080 Euro jährlich erhalten Sie für Preisvorteile, die Ihnen Ihr (ehemaliger) Arbeitgeber gewährt auf Waren oder Dienstleistungen aus seiner Produktpalette. Nicht begünstigt sind dagegen Waren oder Dienstleistungen, die der Arbeitgeber überwiegend für seine Arbeitnehmer herstellt bzw. erbringt.
  11. Mit einem Investitionsabzugsbetrag können Sie schon bis zu drei Jahre vor einer geplanten Investition 40% der Anschaffungskosten in Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung gewinnmindernd als Betriebsausgabe geltend machen. Wenn Sie ein Auto kaufen möchten, sollten Sie den folgenden Fall kennen!
  12. Eine Kontenpfändung des Finanzamts, die auch Beträge der Corona-Soforthilfe umfasst, ist rechtswidrig. Das hat das Finanzgericht Münster in einem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes entschieden.
  13. Im Schnitt bekommen Steuerpflichtige, die eine Steuererklärung abgeben, 1.007 Euro zurück. Das hat das Statistische Bundesamt (destatis) errechnet. Lassen auch Sie sich dieses Geld nicht entgehen!
  14. Seit 2017 sind auch Selbstständige mit Betriebseinnahmen von weniger als 17.500 Euro verpflichtet, ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Doch so mancher Selbstständige möchte sich mit dieser Pflicht nicht anfreunden – und setzt daher auf die Karte »unzumutbare Härte«.
  15. Wer erhebliches Vermögen hat, geht beim Wohngeld leer aus. Wie viel Vermögen erlaubt ist, ist vor allem für Mieter und Eigentümer wichtig, deren Einkommen in den letzten Jahren vor dem Ruhestand sinkt und die gleichzeitig beträchtliche Rücklagen fürs Alter angesammelt haben. Doch wie viel wird toleriert?
  16. Wer nicht mehr in seinen eigenen vier Wänden leben kann, sondern in ein Pflegeheim umziehen muss, befindet sich in einer außerordentlichen Situation. Doch das berechtigt ihn nicht zu einer außerordentlichen Kündigung des Mietvertrags. 
  17. Das Coronavirus greift um sich und in vielen Firmen heißt das leider auch: Kurzarbeit. Glücklicherweise wurden die Voraussetzungen dafür bereits rückwirkend zum 1. März 2020 vereinfacht. Jetzt wird das Kurzarbeitergeld erhöht und die Hinzuverdienstmöglichkeiten vereinfacht.
  18. Eltern sollen wegen der Corona-Krise keine Nachteile beim Elterngeld erleiden müssen: Der Bundesrat hat heute einen entsprechende Gesetzesbeschluss des Bundestages gebilligt und ermöglicht u.a. den Aufschub von Elterngeld-Monaten und Lockerungen beim Partnerschaftsbonus.
  19. Für viele, die Corona-bedingt ins Home-Office ausweichen mussten und müssen, wird die Steuererklärung für das laufenden Jahr 2020 neue Herausforderungen bringen. Stichwort: Werbungskostenabzug für das Arbeitszimmer. Hier gibt es Regelungsbedarf. Das ist jetzt auch im Bundestag angekommen.
  20. Die Grundsteuer muss neu geregelt und die bisherigen, jahrzehntelang unveränderten Einheitswerte ab 2025 durch neue Bemessungsgrundlagen ersetzt werden. Das Ende 2019 erlassene Bundesmodell ist aus Sicht der Hessischen Landesregierung kompliziert und aufwendig.

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